Zum ersten Mal ging es für Antonia Hambrügge, Enna Thiering, Louis und Vincent Hering zu den westfälischen U14-Verbandsmeisterschaften in den Ahorn-Sportpark nach Paderborn. Nach den Meldewerten waren Enna, Louis und Vincent in ihren Disziplinen in der Spitze dabei – aber es gab auch in jeder Disziplin starke Gegner. So waren auf der Hinfahrt doch alle Vier ziemlich aufgeregt, was der Tag bringen würde.
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Diese Anspannung konnte Vincent Heringim Weitsprung der Jungen M12 noch nicht ganz abschütteln. Mit 4,65 m sprang er zwar eine ordentliche Weite, ließ aber durch Flüchtigkeitsfehler in der Landung einige Zentimeter liegen. Dies nutzten zwei Konkurrenten und übertrumpften Vincent um einen und vier Zentimeter.
Im folgenden 60m-Sprintfinale lagen Louis und Vincent dann von den Meldezeiten klar hinter Robin Cziborra von der LAZ Regio Herford. Aber im Endspurt machte Louis dann doch noch großen Druck auf Robin Cziborra. Am Ende liefen beide eine neue hervorragende persönliche Bestzeit und Louis war mit 8,37 Sekunden nur eine Hundertstel langsamer als der Sieger. Vincent kam mit 8,52 Sekunden auf Rang drei.
Im Hochsprung der Mädchen W12 war es dann Enna Thiering ein wenig mulmig, als der Trainer entschied, dass sie erst bei 1,28 m einsteigen sollte. Aber dann sprang sie eine super Serie und toppte gleich zweimal ihre alte Bestmarke von 1,39 m. Da sie dann auch noch die 1,45 m gleich im ersten Versuch übersprungen hatte, war sie am Ende tatsächlich Westfalenmeisterin im Hochsprung, höhengleich mit Lena Pranczke vom VfL Gladbeck, die ein paar Fehlversuch mehr in ihrer Serie hatte.
Auch Antonia Hambrügge konnte sich zuvor freuen. Mit 1,36 m sprang auch sie eine neue persönliche Bestleistung und erreichte im gleichen Wettkampf Rang 8.
Es folgte der 60m-Hürden-Vorlauf der Jungen M12. Hier lief Louis dann auf „Sicherheit“. „Ich wollte mir nicht mein Knie stoßen – ich musste danach ja sofort zum 800m Lauf“, so seine Aussage zu den doch für ihn sehr langsamen 11,39 Sekunden. So ging es nun direkt an die Startlinie über die vier Hallenrunden. Dort wartete auch schon der Favorit Clemens Friedrich Keßler vom TV Wattenscheid auf ihn, der Louis aber vorher nicht seine Taktik verraten wollte, da Louis ihn schon zwei Mal im Endspurt geschlagen hatte. So suchte er direkt vom Start weg die Flucht nach vorne. Diesem Höllentempo konnte Louis tatsächlich nur mit einem Abstand von einigen Metern folgen. Auch die Letzte Runde in 33 Sekunden brachte ihn dann nicht mehr ganz nach vorne. Beide Jungs verbesserten ihre persönlichen Bestleistungen deutlich auf 2:22,43 und 2:23,08 Minuten und so konnte Louis Clemens Friedrich nur zu seiner grandiosen Vorstellung gratulieren.
Direkt danach startete für Vincent Hering dann auch schon der Hochsprung. Mit viel Willen und Sprungkraft ging Vincent ans Werk. Am Ende sprang dann auch für ihn der ersehnte Titel bei diesen westfälischen Hallenmeisterschaften heraus. Höhengleich mit Benedikt Klopries von der DJK GW Werl hatte auch er weniger Fehlversuche zu Buche stehen.
Nicht ganz zufrieden war dann Antonia Hambrügge mit ihrem ersten Auftritt über die 800m auf der engen Hallenrundbahn. Am Ende musste sie sich mit 2:55,84 Minuten und Rang 15 zufriedengeben.
Nun blieb nur noch das Finale über 60m-Hürden. Mit einem fulminanten Lauf über die sechs Hürden sprintete Louis zu einer neuen Bestzeit von 10,56 Sekunden und fing an der letzten Hürde auch noch den führenden Chris Moschow von der LG Kindelsberg Kreuztal ab. Mit einem Freudenschrei und einem Schlag auf die Brust holte auch er sich damit den Titel und das dritte „Westfalen-Pferdchen“ für die LG Rosendahl.