Allgemeine Zeitung -pb- Rosendahl 26.01.2006. Der TV Unna wollte beim seinem 15. Hallenhochsprungmeeting nur die besten B-Jugend-Springerinnen Westfalens am Start haben. Dementsprechend legte man die Anfangshöhe von 1,50 Meter gleich vier Zentimeter höher als bei den Westfälischen Meisterschaften.

Sich langsam an die großen Höhen herantasten, ging gar nicht. Da überraschte es nicht, dass sich lediglich sieben junge Damen dieser Herausforderung stellten. Mit dabei das Sprungtalent der LG Rosendahl Sarah Reuter, die erstmals als B-Jugendliche antrat. Auf die 16jährige Osterwickerin wirkte die besondere Atmosphäre der Hellweg-Sporthalle offensichtlich leistungsfördernd. Mit übersprungenen 1,58 Meter blieb sie lediglich zwei Zentimeter unter ihrer Bestleistung und schaffte hinter Athletinnen der LG Ennepe-Süd, TV Wattenscheid 01 und LG Olympia Dortmund die fünfbeste Höhe. Zur Belohnung gab es das traditionelle Überraschungs-Ei und ein T-Shirt.

Nicht ganz so rund verliefen für Sarah Reuter eine Woche zuvor die westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund. In der Helmut Körnig Halle wässerte die junge Rosendahlerin unfreiwillig ihre Hochsprungspikes und musste kurzfristig mit den durchnässten Spikes in den Wettkampf gehen. Trotz der widrigen Voraussetzungen landete sie mit übersprungenen 1,54 Meter auf den neunten Rang und bewies als eine der wenigen Springerinnen im jüngeren B-Jugend-Jahrgang ihre Klasse. Als Athletin mit großem Mehrkampftalent tauscht Sarah Reuter am kommenden Wochenende die warme Halle mit dem kalten Stadion. Bei den Winterwurfmeisterschaften in Kamen steht der Speerwurf auf dem Programm. Dort wird ebenfalls das Wurf-As der LG, Andrea Böinghoff, in der gleichen Altersklasse im Diskuswurf antreten, bei den derzeitigen sibirischen Temperaturen vermutlich dick eingepackt mit Pudelmütze und Wollschal.

Foto von der LG Unna. Sarahs Sprung über die Höhe von 1,54m.

Die Siegerehrung der weiblichen Jugend B nahm in diesem Jahr die Bundestrainerin Frauenhochsprung Birgitte Kurschilgen (Erste von links) und der Vizepräsident des FLVWs Hans G. Schulz (vierter von links) vor.

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